Station 1: Die Klassen im Überblick
Ein Führerschein trennt nach dem, was jemand führt. Dieses Modell überträgt die Trennung auf den Einsatz von im Haus. Jede Klasse hat eine eigene Zielgruppe, einen eigenen Inhalt und einen eigenen Nachweis.
Klicke eine Klasse an. Die Angaben klappen direkt darunter auf. Ein zweiter Klick schließt sie wieder.
Die Idee hinter den Klassen
Das Bild vom Führerschein trägt eine Mechanik: Erst kommt der Nachweis, dann der Einsatz. Diese Mechanik existiert im Vergleichsfeld außerhalb der Medien. Die ML Gruppe bindet den Einsatz an die Sachkenntnis: „Setzen Sie KI-Systeme nur dann ein, wenn Sie […] über die erforderliche Sachkenntnis verfügen“.
Im Benchmark ist Befähigung mit 18 Prozent die zweitschwächste Achse, und 0 von 15 gewerteten Regelwerken machen Schulung zur unbedingten Vorbedingung. In 14 von 22 geprüften Quellen kommt Schulung im Text nicht vor. Erhoben ist der publizierte Text; ob die Häuser darüber hinaus schulen, ist nicht erhoben.
Die Lücke wiegt, weil die Pflicht zur seit dem 02.02.2025 gilt, während die Transparenzpflichten erst seit dem 02.08.2026 greifen.
Quellen: Benchmark A-06 (22 geprüfte Quellen); EU-AI-Act-Dossier A-02; Impuls I-08 im Impuls-Log.
Station 2: Welche Klasse brauchst du?
Fünf Fragen zu deiner Arbeit. Antworte für den Alltag, den du heute hast. Am Ende steht ein Vorschlag für deine Klasse.
Frage 1: Benutzt du KI bei der Arbeit überhaupt?
Frage 2: Arbeitest du mit KI an Inhalten, die veröffentlicht werden?
Gemeint sind Überschriften, Dachzeilen, Teaser, Texte, Bilder oder Anzeigen, die das Haus nach außen gibt.
Frage 3: Richtest du Abläufe ein, die ohne dich weiterlaufen?
Gemeint sind zum Beispiel geplante Läufe, große Serien statt einzelner Stücke oder ein Werkzeug mit Zugriff auf Ordner, Postfächer oder Konten.
Frage 4: Erprobst du Werkzeuge, die noch nicht freigegeben sind?
Frage 5: Schulst oder berätst du andere im Haus zu KI?
Vorschlag für deine Klasse
Beantworte die Fragen. Der Vorschlag erscheint hier.
Station 3: Was eine Klasse freischaltet
Eine Klasse ist erst dann etwas wert, wenn klar ist, was sie erlaubt. Ordne jeder Aufgabe die Klasse zu, die du dafür verlangen würdest. Danach siehst du den Vorschlag der Fellowship mit seiner Begründung.
Alle Aufgaben sind erfundene Übungsfälle. Sie bilden typische Arbeitsschritte in einer Redaktion ab.
Ein Führerschein ersetzt die Regeln nicht
Eine Klasse sagt, welche Befähigung jemand mitbringt. Sie hebt keine Regel auf. Ob ein Werkzeug benutzt werden darf, entscheidet die . Ob personenbezogene Daten eingegeben werden dürfen, entscheiden Datenschutz und Betriebsvereinbarung. Ob ein Inhalt gekennzeichnet wird, entscheidet die Schwelle in der Richtlinie.
Diese Trennung gehört in die Schulung selbst. Ein bestandener Nachweis kann als Erlaubnis für alles gelesen werden; die Klassen regeln allein die Befähigung.
Station 4: Drei Zuschnitte des Modells
Die Klassen lassen sich auf drei Arten anordnen. Die Wahl verändert den Aufwand, die Verbindlichkeit und die Pflege. Klicke eine Variante an, dann erscheinen ihre Angaben.
Stimme für den Workshop
Welche Variante trägt aus deiner Sicht? Die Auswahl wird in den Zustand geschrieben, den du unten kopieren kannst.
Station 5: Gültigkeit, Auffrischung und Ausbau
Warum eine Klasse ein Ablaufdatum braucht
Der führt eine fünfte Phase, die Aktualisierung. Sie ist Dauerbetrieb. Das Recht bewegt sich, die Werkzeuge wechseln, und Freigaben ändern sich.
Drei Ereignisse lösen eine Auffrischung aus:
- Das Recht ändert sich. Die Pflicht zur gilt seit dem 02.02.2025, die Transparenzpflichten aus seit dem 02.08.2026.
- Ein Werkzeug oder eine Freigabe ändert sich. Die Modell- und Werkzeuglandschaft bewegt sich schneller als ein Regelwerk (H3).
- Ein Fehlerfall ist aufgetreten, der in die Fehlerkunde gehört.
Quellen: EU-AI-Act-Dossier A-02; Benchmark A-06; didaktisches Rahmenkonzept, Phase 5.
Wie lange gilt eine Klasse?
Diese Frage ist im Haus offen. Wähle den Weg, den du für tragfähig hältst.
Die Formatfrage (online, Präsenz, Dauer je Modul) ist in dieser Fellowship nicht erhoben. Das ist eine ausgewiesene Lücke.
Wohin das Modell wachsen kann
Zwei Richtungen sind hier als Ausbaupfade festgehalten.
Nach oben (vertikal)
- Weitere Stufen für fortgeschrittenes Arbeiten mit KI.
- Weitere Prozesse des Hauses aufnehmen.
- Neue Inhalte, Fälle und Richtlinien nachführen, auch aus externen Quellen.
- Andere Werkzeuge aufnehmen, sobald sie freigegeben sind.
In die Breite (horizontal)
- Intern: Verwaltung und weitere Fachbereiche, zum Beispiel Vermarktung oder Logistik.
- Beispiele je Fachbereich, damit das Produkt für alle Bereiche mit KI-Bezug nutzbar ist.
- Extern: andere Verlage und Verwaltungen.
Die Ausbaupfade sind ein Vorschlag der Fellowship. Sie sind nicht erhoben.
Offene Punkte, die das Modell betreffen
- Bindung an eine Berechtigung. Ob eine Klasse den Einsatz tatsächlich freischaltet, entscheidet das Haus. Der Vorschlag liegt als I-08 vor.
- Nachhalten des Lernstands. Die Empfehlung lautet, aggregiert auf Kompetenz-Ebene zu führen. Eine personenscharfe Erfassung berührt die und den Datenschutz und ist mit der Arbeitnehmervertretung und dem Datenschutz zu klären.
- Zertifizierung nach außen. Ob ein Nachweis über eine Kammer oder einen Berufsverband anerkannt werden kann, ist nicht geprüft.
- Abgrenzung zur Grundunterweisung. Wo eine verbindliche Kurzschulung für alle Mitarbeitenden existiert, überschneidet sie sich mit der Klasse F. Der Schnitt zwischen beiden ist im Modell offen.
- Werkzeuge mit Handlungsrechten. Wie verbreitet verbundene Ordner, Erweiterungen und geplante Läufe in Redaktionen sind, ist nicht erhoben. Die Klasse L steht damit auf einer Annahme (H8).
- Lernplattform. Ob eine vorhandene Lernplattform Stufen, Prüfungen und Nachweise abbilden kann, entscheidet über die Umsetzbarkeit. Das ist je Haus zu prüfen.
Station 6: Test-Feedback
Deine Rückmeldung geht in die Auswertung des Prototyps ein. Sie wird nicht gesendet. Kopiere sie unten und gib sie weiter.
Braucht ein Haus diese Klasse?
Setze je Klasse eine Einschätzung.