5 Impuls- & Empfehlungs-Log

Was die Fellowship ins Projekt einspeist. Bewusst kein Entscheidungs-Log: der/die Fellow gibt Impulse, das Medienhaus entscheidet. Hier wird festgehalten, was eingebracht wurde und wie es aufgenommen wurde.

ID Datum Impuls / Empfehlung Evidenzbasis Adressat Aufnahme-Status Resultierende Projektentscheidung
I-01 01.07.2026 PESTEL/SWOT/TOWS als Struktur fürs Strategie-Sparring plus Faktoren-Landkarte (Top-Treiber markiert) A-04 / 03a Sparring eingebracht → Projekt-Entscheidungs-Log D-…
I-02 01.07.2026 Multi-Modell-/Fallback-Architektur als Resilienzprinzip (W+T-Stoßrichtung, H6): Anbieter-Kontinuität regeln, keine kritische Single-Vendor-Abhängigkeit H6 / 03a Sparring / GF eingebracht → Projekt-Entscheidungs-Log D-…
I-03 26.06.2026 Interviewleitfaden / Fragenkatalog für die Anwenderrecherche (Fellow verantwortet die Erstellung, s. OKR) A-03 / OKR PL / Redaktionen aufgegriffen → Projekt-Entscheidungs-Log D-…
I-04 26.06.2026 Protokoll-, Auswertungs- und Clustering-Unterstützung für die Interviews (Nutzendencluster, 5×5-Matrix Sorgen ↔ Chancen) A-03 PL eingebracht → Projekt-Entscheidungs-Log D-…
I-05 03.07.2026 Stakeholder-Aktivierung: Champions als Multiplikatoren auf die Karte und in Workshops/Lunch-&-Learn; HR/Onboarding als frühen Kompetenz-Hebel (KI-Erfahrung bei Einstellung, Nudging); Kommunikation streuen (niedrigschwelliges Online-Live-Format, Quartals-Newsletter mit Mehrwert, ki@-Funktionskonto bidirektional) A-05 / 03b Sparring / PL / HR eingebracht → Projekt-Entscheidungs-Log D-…
I-06 15.07.2026 Rechtsteil der Recherche „Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte" vor Weiterverwendung korrigieren. Die Zahlen stimmen (Stichtag 02.08.2026; Rahmen 15 Mio./3 % über Art. 99(4)(g) korrekt belegt), die Dogmatik trägt nicht: (1) Die „Hilfsmittel-Ausnahme" gilt nur für Public-Interest-Texte und nur bei echter Prüfung plus zugerechneter redaktioneller Verantwortung (Recital 134). Pauschal gilt sie nicht, und für Deepfakes gibt es sie gar nicht (Art. 50(4) UAbs. 1). Der Test ist die Verantwortungszurechnung; die Überarbeitungstiefe entscheidet nicht. (2) Anbieter- und Betreiberebene trennen: Das Haus ist Betreiber und schuldet damit Deepfake- und Public-Interest-Kennzeichnung, aber keine maschinenlesbare Markierung, die es einkauft. Es wird zum Anbieter, sobald es eigene, gebrandete Tools in Betrieb nimmt (Art. 3(3) i. V. m. 3(11) „own use"). (3) Die Generalklausel „Kennzeichnung, wenn es menschlich wirkt" existiert in Art. 50 nicht und ist durch die vier konkreten Auslöser zu ersetzen; Art. 50(1) (Chatbot-Offenlegung) fehlt ganz und ist bei eigenen Chatbot-Produkten einschlägig. Die Ursache ist strukturell: Der gesamte Rechtsteil ruht auf einer undatierten, anonymen Sekundärquelle und erbt deren Lücken. Empfehlung: gegen unser Dossier austauschen, statt nachzubessern eu-ai-act.md (gegen Art. 50/99/3 am AI Act Service Desk der Kommission gegengeprüft), A-06 Sparring / PL / Recht eingebracht → Projekt-Entscheidungs-Log D-…
I-07 23.07.2026 Eine Richtlinie aus wenigen klaren Prinzipien plus einer festen Regel, wann gekennzeichnet wird, und einem festen Termin, an dem sie überarbeitet wird. Reine Prinzipien ohne Regel bleiben zu vage, reine Verbotslisten veralten mit der Technik. Nur ein Haus (Madsack) legt heute schon fest, dass es seine Richtlinie regelmäßig aktualisiert. A-06 PL eingebracht ...
I-08 23.07.2026 Eine Schulung als Bedingung, bevor jemand KI im redaktionellen Prozess einsetzt. Das schreibt aktuell kein einziges der untersuchten Häuser verbindlich vor. Das ist der schnellste Vorsprung und trifft genau die Lücke „Schulung und Mitarbeitendenbindung", die wir am 16.07. besprochen haben. A-06 PL eingebracht ...
I-09 23.07.2026 Fast alle Häuser sagen, dass ein Mensch die KI-Inhalte prüft. Aber nur eines hinterlässt dafür eine Spur, keines schreibt vor, die Prüfung festzuhalten. Beim Tagesspiegel (Juni 2026) gab es die Regel, sie wurde nur wochenlang nicht durchgesetzt. Der Vorschlag: ein Häkchen im Redaktionssystem statt eines Absatzes in der Richtlinie. Hinweis aus dem Coaching am 16.07.: In fremden Richtlinien steckt das Vier-Augen-Prinzip vielleicht drin, ohne dass es dasteht, „weil eh Standard". Unser Vergleich sieht nur, was geschrieben steht. Ob die Anwenderrecherche das prüfen kann, steht unten bei den offenen Fragen. A-06 PL eingebracht ...
I-10 23.07.2026 Viele Richtlinien im Feld sind undatiert, nur eine stellt sich selbst zur Wiedervorlage. Dazu gehört eine kurze Erklärung für das Publikum, was das Haus mit KI tut. Eine Richtlinie, die niemand findet, wirkt nicht. A-06 PL eingebracht ...
I-11 05.08.2026 Startmaterial für den Design-Thinking-Workshop aus der Anwenderrecherche: 4 Nutzungstypen-Cluster mit Personas (K1), verdichtete 5 Sorgen und 5 Chancen als Rohmaterial der 5×5-Matrix plus 9 HMW-Fragen (K2), Modulzuschnitt für den Schulungsprototyp (K4). Dazu die Empfehlung, im Workshop das bereinigte Zahlenblatt zu verwenden (Bezugsgrößen und Berichtslücken des Umfrage-PDF) und nachzuerheben: Funktion der Interviewten, das noch offene Interview, offizielle Freigabeliste, Grundgesamtheit/Rücklauf, Ergebnisse zu Frage 16 (bevorzugter KI-Hinweis: Text, Icon, beides), Zuordnung des dritten Chart-Segments bei Frage 12 A-07 / Workshop-Startmaterial (Quellen: Interviews, Umfrage) PL / Sparring vorbereitet (Check-in 06.08.2026) ...
I-12 12.08.2026 Workshop-Paket für den Design-Thinking-Workshop am 25.08.2026 (Ideation/Design, 3 bis 4 Stunden): Erkenntnis-Zusammenfassung aus Analyse und Anwenderrecherche, Job/Pain/Gain-Profile der vier Personas, Product-Fit-Entwurf für den KI-Führerschein über Datango (Abgleich mit dem Partner-Strukturvorschlag 2026_Struktur_KI-Führerschein.pdf, fünf Ergänzungsbausteine, Leitplanken, ausgewiesene Lücken) und Agenda-Vorschlag in acht Schritten A-02 / A-04 / A-06 / A-07 / Workshop-Paket PL / Sparring vorbereitet ...
I-13 18.08.2026 Handelnde Werkzeuge als eigener Regelungsgegenstand. Werkzeuge, die Dateien lesen, Webseiten abrufen und Aktionen ausführen, werden von Kennzeichnung und Ergebnisprüfung nicht erfasst. Der Vorschlag für Richtlinie und Schulung besteht aus vier Teilen: (1) Freigabe zweistufig fassen, also festlegen, welche Quellen ein Werkzeug lesen darf und welche Schritte es ohne menschliche Freigabe ausführen darf. (2) Die Aufsichtsstufe an die Tragweite der Aufgabe binden und geplante, unbeaufsichtigte Läufe gesondert regeln. (3) Den Prüf-Nachweis aus I-09 um die ausgeführten Schritte erweitern. (4) Die Zurechnung eines Laufs klären, weil sie dieselbe Verantwortungszurechnung berührt, die die Redaktions-Ausnahme des Art. 50(4) trägt (I-06). Für den Workshop am 25.08.2026 sind vier zusätzliche HMW-Fragen (10 bis 13) und ein Übungsbaustein vorbereitet. Vorab zu klären ist, ob im Haus solche Werkzeuge laufen und ob Plugins oder MCP-Server genutzt werden A-08 / Dossier / H8 PL / Sparring / Recht vorbereitet ...

Aufnahme-Status-Werte: vorbereitet, eingebracht, diskutiert, aufgegriffen, abgelehnt. Die resultierende Entscheidung lebt im Projekt-Space des Medienhauses (hier nur als Referenz D-… verlinkt).